Freiheit! Gleichheit! Brüderlichkeit!

Sie ist der Stolz der Aubinger SPD - Die Fahne vom Juni 1983

So steht es auf der Fahne der Aubinger SPD, die am 17. Juni 1983 im Neuaubinger Bierstüberl feierlich enthüllt wurde.

Viele Aubinger Vereine waren mit ihren Fahnenabordnungen gekommen. Auch einige SPD-Ortsvereine hatten ihre Traditionsfahnen mitgebracht. Dass es nicht mehr SPD-Fahnen waren, liegt in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie begründet und in der politischen Geschichte Deutschlands. Früher hatte es einmal mehr rote Fahnen gegeben, doch die meisten haben die Nazi-Diktatur nicht überstanden.

"Einigkeit macht stark!" Auch das ist auf die Aubinger SPD-Fahne gestickt. Diese beiden Leitsätze bestimmen die Ziele und den Werdegang der Arbeiterbewegung und der Sozialdemokratie von Anfang an, nicht nur in Deutschland. Mit der rasch fortschreitenden Industrialisierung kamen die Arbeiter im 19. Jahrhundert in die Bauerngemeinden auf dem Land, und so kam auch die Sozialdemokratie nach Aubing. Die Geschichte der Aubinger SPD ist auch eine Geschichte der Industrialisierung Aubings und eine Geschichte des Arbeiterstandes.

Anfänge der Arbeiterbewegung

Aubing ist eine der ältesten bajuwarischen Siedlungen südlich der Donau und wurde 1808 eine selbstverwaltete Landgemeinde. Zu dieser Zeit war Aubing mit etwa 600 Einwohnern eines der größten Dörfer zwischen München und Augsburg. Es vergingen noch Jahrzehnte, bis die neue Zeit in Gestalt der Eisenbahn nach Aubing kam. 1839 führte die erste Privatbahn von München über Pasing nach Lochhausen (und später dann nach Maisach und Augsburg) über Aubinger Gemeindegebiet. Das war nur der Anfang. Die Eisenbahn nahm später noch wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung der Landgemeinde Aubing zum Großstadtbezirk, wie wir noch sehen werden.

Josef Götschel
Josef Götschel

1863 wurde der Allgemeine deutsche Arbeiterverein von Ferdinand Lasalle gegründet. Dies gilt allgemein als das Gründungsdatum der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Das Erfurter Programm von 1891 beschreibt unter anderem folgende Ziele und Forderungen der Partei:

  • Ein Arbeitstag soll höchstens acht Stunden dauern.

  • Erwerbsarbeit für Kinder unter 14 Jahren soll verboten sein.

  • Keine Nachtarbeit, wenn sie nicht aus technischen Gründen oder aus Gründen der öffentlichen Wohlfahrt unvermeidlich ist.

  • Jeder Arbeiter soll pro Woche eine zusammenhängende Ruhepause von mindestens 36 Stunden haben.

  • Alle Gesetze, die Frauen in öffentlichen und privatrechtlichen Beziehungen gegenüber Männern benachteiligen, sollen abgeschafft werden.

Mit diesen Forderungen waren die Sozialdemokraten noch für Jahre der Realität weit voraus, und die Arbeit an der völligen Gleichstellung der Frauen reicht bis in unsere Gegenwart.

Die zweite Eisenbahnlinie auf Aubinger Gebiet, die Staatsbahn nach Landsberg, brachte Aubing 1873 eine eigene Bahnstation und noch mehr. Viele Bauernsöhne fanden beim Bahnbau Arbeit und lernten dabei auch die Gedanken und Ziele der Arbeiterbewegung kennen. 1874 erhielten die Sozialdemokraten bei Reichstagswahlen in Aubing bereits 6,8 % der Stimmen. Und 1893 zogen die ersten fünf sozialdemokratischen Abgeordneten in den bayrischen Landtag, unter ihnen Georg von Vollmar aus München, der Stammvater der bayrischen Sozialdemokratie.

Trotz des Bismarckschen Verbots der Partei von 1878 bis 1890 hielt der Zulauf zur Sozialdemokratie nicht nur an sondern wurde stetig stärker. 1890 erhielt die SPD bei Reichstagswahlen bereits 19,7%. Einigkeit macht stark. Zusammengehalten wurden die Sozialdemokraten in den Jahren, als das Sozialistengesetz das Auftreten als politische Partei unmöglich machte, durch ein Geflecht von Vereinen: vom Sportverein bis zum Gesangsverein, vom Arbeiterinnenbildungsverein (!) bis zum Arbeitersparverein. Dieses vielfältige und weitverzweigte Vereinsleben hat sich später von der na tionalsozialistischen Unterdrückung nie wieder ganz erholt; durch die gewaltigen Veränderungen der Gesellschaft und des Freizeitverhaltens nach dem Krieg kam es fast zum Erliegen.

Um die Jahrhundertwende schritt die Industrialisierung Aubings fort. 1895 wurde die Chemische Fabrik errichtet und 1903 bis 1906 die Staatsbahn nach Herrsching. Das war die Geburt Neuaubings, denn in der Gemarkung Brunham baute die Bahn die Zentralwerkstätte, das Ausbesserungswerk Aubing, und daneben (heute Papinstraße) die Eisenbahnerkolonie. Zu dieser Zeit hatte Aubing bereits 1600 Einwohner.

Aubinger Sozialdemokraten wurden erstmals 1908 aktenkundig. Im Organisationsbericht für den südbayrischen Bezirksparteitag wird die Ortsorganisation Pasing mit den Vorortsektionen Großhadern, Allach, Aubing, Krailling, Gauting und Einzelmitgliedern in Gräfelfing, Lochham, Menzing und Lochhausen aufgeführt. Die Ortsorganisation Pasing war 1894 zunächst als sozialdemokratischer Wahlverein gegründet worden und wurde 1899 fester Bestandteil der SPD. In Aubing mögen damals etwa 10 bis 15 eingetragene Sozialdemokraten gelebt haben.

Die Einwohnerzahl hatte sich in nur zwei Jahren um 1000 auf 2600 Einwohner erhöht. Aubing veränderte sich immer mehr. Die Baugenossenschaft Neuaubing errichtete die ersten Wohnblöcke an der Lochhamer Straße (heute Limesstraße) und das Neuaubinger Bierstüberl (heute Wienerwald), das für viele Jahre das Versammlungslokal der Aubinger SPD war. Die Internationale Schlafwagengesellschaft und Dornier kommen nach Brunham, viele weitere Betriebe werden folgen.

Bei der ersten Kommunalwahl in Bayern am 6. Juni 1919 sind drei der vierzehn Gemeinderäte Sozialdemokraten: Josef Götschel, Karl Lang und Martin Gerold. Zwei Gemeinderäte gehören den Unabhängigen Sozialisten an, einer Abspaltung der SPD, die sich 1922 wieder mit den Mehrheitssozialisten vereinte. Die Neuaubinger Unabhängigen wechselten danach zur KPD.

Gründung des SPD Ortsvereins Aubing/Neuaubing

Am 3. März 1921 fühlten sich die Aubinger Genossen stark genug, einen eigenen Ortsverband der SPD zu bilden. Die Gründungsversammlung wurde von dem Pasinger Stadtrat Hans Nimmerfall in die Wege geleitet, der von 1912 bis 1918 bereits Landtagsabgeordneter für Pasing und Umgebung gewesen war. Etwa 30 Genossen fanden sich im Neuaubinger Bahnhofstüberl (Bei Adam) ein. Hauptredner war der Professor für Volkswirtschaft und frühere Landtagsabgeordnete Carl Landauer (nicht zu verwechseln mit dem Schriftsteller Gustav Landauer), ein langjähriger Freund des mehrmaligen bayrischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Wilhelm Högner.

An diesem Gründungsabend wurde der Gemeinderat Josef Götschel zum Ersten Vorsitzenden gewählt, zum Stellvertreter Fritz Badenberg, der gleichzeitig auch Kassier der Eisenbahnerbaugenossenschaft war, zum Kassier Hermann Stürner.

Hermann Stürner Hans Mutzbauer
Hermann Stürner und Hans Mutzbauer

1921 war ein Gründerjahr. Fritz Badenberg und Josef Götschel gründeten die "Freie Turnerschaft Aubing/Neuaubing", die sich nach ihrer Wiedergründung 1945 mit den Resten der Reichsbahnersportgemeinschaft zum heute drittgrößten Sportverein Münchens, dem "ESV Sportfreunde München-Neuaubing" vereinigte. Die Genossen Winzinger und Johann Eichhorn gründeten den "Arbeiterradfahrbund Solidarität", genannt "Die Roten Radler".

Es war eine politisch sehr bewegte und auch mörderische Zeit. Der Unabhängige Sozialist und Landtagsabgeordnete Gareis wurde am 9. Juni 1921 ermordet. Die Arbeiterorganisationen und Gewerkschaften Münchens und Umgebung riefen zum Generalstreik auf, der wie überall auch in Pasing und Neuaubing befolgt wurde. Die Empörung in der Bevölkerung war groß, Zündstoff für Aufruhr vorhanden. Trotzdem verliefen alle Aktionen friedlich. Die sozialdemokratische Tageszeitung "Münchner Post" schreibt anläßlich einer Großdemonstration lobend: "Die Pasinger und Neuaubinger Arbeiterschaft bot ein Muster der Disziplin organisierter Arbeiter". Am 27. August desselben Jahres wurde der Reichsfinanzminister Mathias Erzberger ermordet, am 24. Juni 1922 der Reichsaußenminister Walter Rathenau im offenen Wagen erschossen. Hitler verklagte Ende 1921 zu Unrecht aber vor Gericht erfolgreich die "Münchner Post" wegen Verleumdung, weil sie ein Flugblatt abgedruckt hatte, das aus den eigenen Reihen der NSDAP stammte und vor einer Diktatur Hitlers warnte. Ein Bombenattentat auf die Redaktionsräume der "Münchner Post" schlug Mitte 1922 zum Glück fehl. Die Gerichte verfuhren allgemein recht nachsichtig mit den Attentätern, solange sie sich deutschnational darstellten.

1924 trauerte die Aubinger SPD um ihren Ersten Vorsitzenden. Josef Götschel stirbt überraschend an den Folgen eines Schlaganfalls. Das war für die Aubinger Sozialdemokratie ein schwerer Verlust. Götschel ist ein Beispiel für das Bildungs- und Aufstiegsbewußtsein der modernen Arbeiterschaft. Er hatte sich vom einfachen Arbeiter zum Meister emporgearbeitet, ein Weg, der vormals Arbeitern versperrt war. Zum Nachfolger Götschels wurde der Vorsitzende der "Freien Turnerschaft" Hans Mutzbauer gewählt, ihm folgte 1933 kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten Anton Gerbel.

Widerstand gegen die Nationalsozialisten

Zum Schutz ihrer öffentlichen Veranstaltungen gründete die Aubinger SPD zusammen mit den Arbeitervereinen Aubings 1927 das "Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold", 1932 folgte dann die Bildung der "Eisernen Front", mit der die Sozialdemokraten dem Ansturm der Nazis standzuhalten versuchten.

Josef Eglauer
Josef Eglauer

Wie wir wissen, war es vergebens. 1933 wurden die sozialdemokratischen Gemeinderäte im Zuge des Gleichschaltungsgesetzes nicht mehr zu den Gemeinderatssitzungen eingeladen. Am 22. April löste sich die Aubinger SPD auf; sie hatte damals etwa 50 Mitglieder. Die Unterlagen wurden vorsorglich verbrannt, so dass es aus den folgenden zwölf Jahren keine schriftlichen Zeugnisse gibt. Die vier Arbeitervereine Aubings lösten sich ebenfalls auf und gaben ihre Unterlagen bei den Behörden ab; sie lagern nun im Stadtarchiv.

Im Laufe der Monate nach der Machtergreifung wurden die Gemeinderäte Gustav Helmrich, Josef Lang, Martin Gerold, Josef Förster und Josef Eglauer von den Nazis verhaftet, verhört und mißhandelt. Doch es gab dennoch Widerstand in Aubing. Bis in den Sommer 1935 versuchten der Eisenbahnarbeiter Franz Faltner und der Schlafwagenkellner Josef Lampersberger jun. eine Widerstandsorganisation aufzubauen. Lampersberger hatte Gelegenheit, mit internationalen Zügen nach Prag zu fahren und dort Informationsmaterial des Parteivorstands im Exil entgegenzunehmen. Dieses Material verteilte er in der Heimat an einen ausgewählten Kreis von 35 Genossinnen und Genossen. Er wurde denunziert. Faltner, der Vorsitzende der Organisation wurde 1935 verhaftet und nach mehrjähriger Untersuchungshaft zu 10 Jahren Zuchthaus verurteilt. Weitere Mitglieder dieser Widerstandsorganisation waren Gustav Körner von der "Freien Turnerschaft Aubing/Neuaubing" und Hermann Paufler aus Allach. Um diese Zeit hatte Aubing 5800 Einwohner.

1942 war es dann vorbei mit der selbständigen Landgemeinde; Aubing wurde mit 10 000 Einwohnern zwangsweise nach München eingemeindet, gleichzeitig mit einer Reihe weiterer Umlandgemeinden. Die "Hauptstadt der Bewegung" sollte zu einer Metropole werden und ein Gegengewicht zu Wien und Berlin bilden. Außerdem sollte die Eingemeindung die gigantischen Umbaumaßnahmen erleichtern, die gleich nach dem gewonnenen Krieg in Angriff genommen werden sollten. Es kam dann ganz anders.

Neubeginn nach dem Krieg

1945 ist das Jahr der Wiedergründungen. Josef Baldauf und Josef Dandl, die ersten Aubinger SPD-Vorsitzenden nach dem Krieg, konnten etwa 35 Genossen in der "Gifthütte" (Strahlenfelserstraße) um sich sammeln. Ihnen folgte ein gewisser Schumann und später der Vorsitzende des Aubinger Aktionsausschusses, Georg Granninger. Der Aktionsausschuss war der Vorläufer des Bezirksausschusses. Im Jahr 1951 übernahm der letzte Gemeinderat Aubings, Gustav Helmrich, den Vorsitz, den er 1962 an Engelbert Kräbl übergab. Der Vorsitzende der Betriebsgruppe der SPD im Ausbesserungswerk, Jakob Welk, war Vorsitzender des Ortsvereins bis 1964.

Vom Kriegsende bis 1956 gibt es keinerlei schriftliche Unterlagen des Ortsvereins. Sie sind verloren oder verstauben unerkannt auf einem Dachboden. Die Entwicklung des Ortsvereins ließ sich nur aus mündlichen Zeugnissen rekonstruieren. Seit 1956 läßt sich die Entwicklung des Ortsvereins anhand der Versammlungsprotokolle verfolgen. Damals hatte der Ortsverein bereits 46 Mitglieder, davon waren drei Frauen.

Aufschwung und Weiterentwicklung

In den 60er Jahren wurden die beiden Großwohnsiedlungen am Westkreuz und in Neuaubing-West errichtet. Beide gehen auf Initiative des damaligen Münchner Oberbürgermeisters Hans-Jochen Vogel zurück. Aubing erlebte in dieser Zeit einen weiteren Bevölkerungsschub und stieg von 13 000 auf 27 000 Einwohner an. 1964 bis 1968 war Helmut Pfundstein, der damalige persönliche Referent Vogels (später jedoch CSU-Stadtrat), Erster Vorsitzender, danach wechseln sich in kurzer Folge Franz Sicklinger, Herbert Liedl und Armin Kutz ab.

In den frühen 70er Jahren wuchs die Mitgliederzahl recht rasch auf über 200 an. Der Grund lag zum einen in dem enormen Bevölkerungszuwachs, doch auch das Mißtrauensvotum gegen Willy Brandt hatte viele bewogen, die SPD nicht nur zu wählen sondern auch als Mitglied zu unterstützen.

In dieser Phase zog 1971 auch der langjährige Vorsitzende Peter Malter nach Aubing, der dem Ortsverein von 1974 bis 1994 vorstand, so lange wie noch kein Vorsitzender vor ihm. Er war auch 16 Jahre lang Mitglied des Bezirksausschusses und von 1990 bis 1996 dessen Vorsitzender. In all diesen Jahren beschränkte er sein Wirken nicht auf die SPD, denn Politik findet überall statt, nicht nur in den Parteien. Das hatten die Studentenbewegung und die APO (Außerparlamentarische Opposition) deutlich vor Augen geführt. Er nahm auch an dem in Aubing gut entwickelten und lebendigen Vereinsleben teil, seit 1990 ist er Vorsitzender des "Siedler- und Eigenheimervereins Neuaubing und Umgebung". Er ist Mitbegründer des "Aubinger Archivs", das seit 1993 Materialien zur Geschichte Aubings sammelt.

In den 70er Jahren veränderte sich das Aufgabengebiet und das Selbstverständnis des Ortsvereins entsprechend der sich wandelnden Erwartungen der Mitglieder und Wähler. Standen noch in den ersten Jahren nach dem Krieg die politische Information und die allgemeine Meinungsbildung im Mittelpunkt der Ortsvereinsarbeit, so richtete sich nun auch unter dem Einfluß der wie Pilze aus dem Boden schießenden Bürgerinitiativen die Arbeit gezielt auf Brennpunkte des Stadtteils und der Bürgerinteressen.

Die Form der politischen Arbeit wandelte sich. Plakate und öffentliche Kundgebungen genügten nicht mehr. Die SPD veranstaltete Sommerfeste im Freien oder Radldemos. 1983 lud sie zu einem Adventsabend für Aubinger Senioren mit Stubnmusi und Tannenduft in den Wienerwaldsaal ein. Außerdem gab es einen kleinen Basar mit Handarbeiten, die Genossinnen angefertigt und zum Verkauf gestiftet hatten. Der Basar war ein Erfolg, und so entstand der Gedanke, es mit einem Weihnachtsmarkt auf dem Gößweinsteinplatz zu versuchen, der bereits durch mehrere SPD-Sommerfeste aus seinem Dornröschenschlaf geweckt und als "Roter Platz" von Aubing bekannt geworden war. Die Genossen bauten kleine Holzbuden, die Genossinnen strickten und kochten Punsch, ein Weihnachtsbaum wurde mit Lichtern geschmückt und auf dem "Roten Platz" aufgestellt, und der "Kleine Aubinger Weihnachtsmarkt" erlebte 1984 mit Unterstützung der anliegenden Geschäftsleute seine Premiere. Von Anfang an hatten sich auch andere Aubinger Organisationen wie zum Beispiel das "Mütterzentrum" und einzelne Aubinger Bürger an dem Markt beteiligt. Der Weihnachtsmarkt erfreut sich seitdem wachsender Beteiligung und Beliebtheit. Der Gewinn wird einem gemeinnützigen Zweck gestiftet.

Auf Anregung von Peter Malter begann der Ortsverein 1975, seine Geschichte zu erforschen. Damals lebten noch einige der Genossen, die die Gründungszeit miterlebt hatten, und gaben nicht nur Hinweise auf den Zeitraum, in dem man forschen mußte, sondern hatten auch viel zu erzählen. Voll Freude darüber, daß die Forschungen zum Erfolg geführt hatten und das Datum der Gründungsversammlung ermittelt werden konnte, feierte der Ortsverein 1976 sein 55jähriges Bestehen mit einem mehrtägigen Sommerfest. 1981 gab es dann ein richtig rundes Jubiläum zu feiern, und der Ortsverein konnte sogar Hans-Jochen Vogel, der damals Regierender Bürgermeister von Berlin war, für den Festvortrag gewinnen.

Zu dieser 60-Jahr-Feier kamen einige Ortsvereine mit ihren ehrwürdigen alten Fahnen, und die älteren Mitglieder erinnerten daran, daß Fahnen zur Tradition der Arbeiterbewegung gehört hatten. So entstand der Wunsch nach einer eigenen Fahne, und die Genossen erwiesen sich als recht spendenfreudig. So konnte der Ortsverein schon bald eine Fahne in Auftrag geben. Es ist die erste Fahne seit der Weimarer Zeit, die für einen Münchner SPD-Ortsverein angefertigt wurde. Der Ortsverein will mit der Fahne an alte Traditionen anknüpfen und einen Beitrag zum vielfältigen Vereinsleben in Aubing leisten.

Seit 1993 veranstaltet die Aubinger SPD alljährlich ebenfalls am Gößweinsteinplatz im Biergarten der "Aubinger Einkehr" einen politischen Jazzfrühschoppen.

Gegenwart

1994 übernahm die aus Franken zugezogene Gabriele Sörgel das Ruder für den Ortsverein. Sie war ab 1994 Fraktionssprecherin der SPD im Bezirksausschuss und ab Sommer 1996 stellvertretende Münchner Parteivorsitzende.

Die Missachtung des Votums des Ortsvereins bei der Kandidatenaufstellung für die Stadtratswahl führte Ende 1995 zu massiven Verstimmungen innerhalb und außerhalb des Ortsvereins. Der Stadtratskandidat des Ortsvereins, Peter Malter, nahm seine Zurücksetzung durch den Kreisverband zum Anlass, sämtliche Parteiämter sowie sein Mandat und damit auch den Vorsitz im Bezirksausschuss aufzugeben und ohne Zustimmung der Fraktion und des Ortsvereins den Bezirksausschussvorsitz an Herrn Gredinger von der CSU übergab. Peter Malter stellte es im Ortsverein so dar, dass Gabriele Sörgel durch Hanna Wolf (MdB), Anne Hirschmann (MdL), Barbara Tedesci (OV-Pasing) und Gerda Schneider Köther (Bezirk) als Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) die zusätzliche Nominierung betrieben hätten. Tatsache war aber, dass der gesamte Kreisverband wusste, dass kein Vertreter der westlichen Ortsvereine Peter Malter unterstützen würde und nominierten deshalb Gabriele Sörgel zusätzlich. Die Ursache lag darin, dass Peter Malter mit allen westlichen SPD-Ortsvereinen zerstritten war, weil er eher die Meinungen der CSU vertrat. Peter Malter nutzte die Aubing-Neuaubinger Zeitung um seine Version in der Öffentlichkeit darzustellen. Dies belastete den Wahlkampf für die Stadtratswahl, zumal dieses Thema der örtlichen Presse über drei Monate lang bis hin zur Wahl Schlagzeilen lieferte. Dennoch konnte die Aubinger SPD bei der ersten Direktwahl zum Bezirksausschuss im März 1996 einen Sitz (7 Sitze) dazugewinnen. Da die CSU mit 10 von 19 Mandaten die absolute Mehrheit erreichte, ging der Vorsitz letztlich für diese Wahlperiode verloren.

In der Jahreshauptversammlung im März 1996 bekam der Ortsverein einen neuen Vorsitzenden, weil der Ortsverein in zwei Lager gespalten war (bisherige OV-Vorsitzende Gabriele Sörgel und auf der anderen Seite Peter Malter). Dr. Josef Assal war Arzt und seit 30 Jahren Neuaubinger; sein Stellvertreter wurde Reinhard Bernsdorf und lebt seit Geburt in Neuaubing. Neben der Arbeit im Bezirksausschuss hat Dr. Assal nun die Verantwortung für den Aubinger-Neuaubinger Ortsverein übernommen. Er setzte sich ganz besonders dafür ein, dass die Anliegen und Sichtweisen der Parteibasis in den übergeordneten Parteigremien ernst genommen wurden und sich Gehör und Achtung verschafft.
Jacob Fellerer wurde zum Fraktionssprecher im BA22 und Reinhard Bernsdorf als sein Stellvertreter gewählt.

Wichtige Projekte wie die Renovierung des Wienerwaldsaales, Verlängerung der Einhausung der A99 oder Schaffung einer Jugendfreizeiteinrichtung sind von ihm zielführend angepackt worden; im Rathaus konnte er beim Oberbürgermeister Christian Ude und bei der SPD-Stadtratsfraktion die Zustimmung zu diesen Projekten in unserem Stadtbezirk erreichen.

Die Wahl zum Vorsitzenden der SPD im Münchner Westen (Kreisverband) war die logische Konsequenz. Als Mitglied des Vorstandes der Münchner SPD vertrat Dr. Josef Assal den Münchner Westen effektvoll wie die Aufstellung der Stadtratskandidaten zeigte: 3 KandidatInnen des Münchner Westen wurden im März 2002 in den Münchner Stadtrat gewählt. Überraschend stirbt Jacob Fellerer auf seiner Reise nach China; Dr. Assal kümmerte sich um die Rückführung nach München. Reinhard Bernsdorf wird durch den Tod von Jacob Fellerer zum Fraktionssprecher gewählt. In der Zeit des Komunalwahlkampfs im Herbst 2001 wird die SPD-Fraktion durch Herrn Gredinger (CSU, BA22-Bezirksausschussvorsitzender) durch ein Schreiben des Kulturreferates vom 23.4.2001 über viele Monate stark getäuscht. Das Schreiben betraf die schlechte Nutzung des Bürgersaals am Westkreuz durch die CSU. Vor allem stand die Nutzung als extensive Bierkneipe und die inkompetente Führung des Bürgersaals in der massiven Kritik. Doch statt der SPD und den Grünen dieses Schreiben vorzulegen stellte man es so dar, als würde es um das geplante Spielhaus am Westkreuz gehen. Erst in der öffentlichen Sitzung am 13.12.2001 platzt die Bombe. Die SZ berichtete am 16. und 18. Januar 2002 unter der Überschrift "Zweite CSU-Kneipe am Westkreuz" darüber.

Die BA22-Wahl im März 2002 brachte im Mai die folgenden 8 Fraktionsmitgliedern in das Gremium: Dr. Assal, Monika Assal, Reinhard Bernsdorf (Fraktionssprecher), Thomas Hampel (stellv. Fraktionssprecher), Marianne Langer, Mercedes Obermair, Christa Schlierenkämper und Siegfried Wulff (2. stellv. Fraktionssprecher). Der BA22-Vorsitzende wurde Anton Fürst (CSU). Reinhard Bernsdorf wurde als 2. stellv. BA22-Vorsitzender gewählt.
Der BA22 hat nun 21 Mitglieder.
Durch den Tod von Jacob Fellerer wurde im Ortsverein Lochhausen-Langwied ein neuer Vorsitzender gewählt. Im Herbst des Jahres 2002 wurde von Reinhard Bernsdorf vorgeschlagen die beiden Ortsvereine zu vereinigen um Mehrfacharbeit zu vermeiden. Nach Zustimmung des Ortsvereins Lochhausen-Langwied wurde der Vereinigung auch durch den Ortsverein Aubing zugestimmt. Unsere Bundestagsabgeordnete Hanna Wolf wechselte vom OV-Lochhausen zum OV-Pasing.

Nach Weihnachten im Dezember 2004 ereignete sich in Indonesien ein Zunami mit sehr vielen Verletzten und Toten. Dr. Josef Assal flog im Auftrag von Bundeskanzler Schröder in das Krisengebiet um dort zu helfen. Einige Zeit später nochmals um die Toten zu identifizieren. Diese Arbeit vor Ort hinterlies einen sehr starken, bleibenden Eindruck.

Im Herbst 2006 werden dem BA22 erste Bebauungsvorschläge für Freiham-Nord vorgelegt. Fast gleichzeitig wird bekannt, dass die Bayerische Regierung einen Ausbau des Werkflughafens Oberpfaffenhofen zum Verkehrsflughafen plant. In Freiham-Süd wird 2007 mit der Bebauung von Möbelhaus Höffner und Baumarkt Hornbach begonnen. Auch wird ein Schulzentrum für Freiham beschlossen mit einem Gymnasium und einer Realschule.
Nach mehreren Verdachtsfällen stellte Reinhard Bernsdorf eine Falle für ein Fraktionsmitglied. Als Anton Fürst in der BA22-Sitzung gleich bei dem Thema ESV-Neuaubing und der Stimmberechtigung von einigen ESV-Mitgliedern einging, war klar, dass aus der SPD-Fraktionssitzung Informationen an die CSU transportiert wurden. Nachdem vom Fraktionssprecher dann nur noch die zwingend notwendigen Informationen an das betroffene Mitglied weitergegeben wurden, viel dies nach einiger Zeit auf und führte zum Austritt und Übertritt von Mercedes Obermair zur CSU. Mercedes Obermair hatte zuvor sehr viel Unterstützung durch Anne Hirschmann erfahren.

Nach fast 12 Jahren Abstinenz meldete sich Peter Malter 2007 überraschend bei den Vorstandswahlen und wurde als Beisitzer für Kommunales gewählt.

Das Thema geplanter Verkehrsflughafen Oberpfaffenhofen eskalierte und eine Großdemonstration in Wessling/Oberpfaffenhofen von Münchnern aus dem Westen bis Herrschingern versuchte diese Änderung zu verhindern. Daran haben sich auch Bürgerinnen und Bürger aus dem Würmtal bis Starnberg beteiligt. Auch die FDP war mit Frau Leuthäuser-Schnarrenberger vertreten.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) drohte schriftlich Reinhard Bernsdorf mit Kündigung seines Arbeitsplatzes wegen dessen Einsatz als Fraktionssprecher gegen den Ausbau des Flughafens Oberpfaffenhofen.

Der BA22-Vorsitzende Anton Fürst (CSU) schreibt an die Stadtverwaltung als von allen BA22-Mitgliedern beschlossene Antwort zum Problem Flughafen Oberpfaffenhofen so, als würde die SPD-Fraktion sein eigenes Handeln in Frage stellen. Diese absichtliche Falschaussage fliegt mit der Antwort der Stadt an den BA22 einen Monat später auf.

Peter Malter überzeugte im Herbst 2007 Dr. Assal, dass man die BA22-Wahl dadurch gewinnen könnte, wenn man ihn als auch Anne Hirschmann zusätzlich für die BA22-Kandidaten aufstellt.

Unvergessen bleibt die Darstellung von Peter Malter kurz vor der Wahl 2008 als neuer potentieller BA22-Vorsitzender in der Aubing-Neuaubinger-Zeitung neben dem bisherigen BA22-Vorsitzenden Toni Fürst (CSU) und dem möglichen neuen BA22-Vorsitzenden Sebastian Kriesel (CSU) ohne Zustimmung der BA22-SPD-Fraktion und auch ohne dem SPD-Ortsverein oder Vorstand.

Tatsächlich gewinnt 2008 die SPD (9 Stimmen) deutlich mit den Grünen (3 Stimmen) die Mehrheit im Münchner Westen
39,9 Prozent der Stimmen entfielen in Aubing-Lochhausen-Langwied auf die SPD, die damit die Mehrheit im Stadtbezirk holte. Als Stadtrat wurde Dr. Josef Assal wiederum in seinem Amt bestätigt. Von Listenplatz 17 wurde er von den Münchnerinnen und Münchnern auf Platz 6 der SPD-Liste vorgehäufelt.

Zwischen dem Wahltag im März und der konstituierenden Sitzung im Mai gab es Probleme mit der möglichen Übernahme des BA22-Vorsitzes. Naheliegend war zunächst, dass Reinhard Bernsdorf den Vorsitz übernimmt nur dies wurde von einigen Fraktionsmitgliedern vor allem von Peter Malter abgelehnt. So ging sein Stellvertreter Thomas Hampel ins Rennen; doch auch er erreichte keine volle Zustimmung. Peter Malter erhielt dann ausreichend Stimmen für den BA22-Vorsitz. Mehrere Fraktionsmitglieder drohten Josef Assal mit dem Verlassen der Fraktion. Mit dieser Wahl waren auch die Grünen nicht einverstanden, die wollten Reinhard Bernsdorf oder notfalls Thomas Hampel. Intern war klar, dass es eine Mehrheit mit Rot-Grün geben wird. Ungeachtet dessen verhandelte Peter Malter mit den Vertretern der CSU hinter dem Rücken des SPD-Vorstands. Dies flog durch die CSU auf, weil die SPD per Presse öffentlich machte, dass es eine Rot-Grüne BA22-Mehrheit geben wird. So musste der nominierte BA22-Vorsitzende intern abgewählt werden und Josef Assal wurde anschließend zum BA22-Vorsitzenden nominiert und dann öffentlich auch so gewählt.

Im Beschluss „Tempo-30-Zonen in München“ des Kreisverwaltungsausschusses vom 04.07.1995 wurde übereinstimmend zwischen dem Referat für Stadtplanung und Bauordnung, Baureferat und Kreisverwaltungsreferat festgelegt, dass in Tempo-30-Zonen keine Maßnahmen für den Radverkehr notwendig sind und bestehende Radverkehrsanlagen Zug um Zug aufgelöst werden (z.B. bei einer Sanierung der Straße). Der hierbei gewonnene Raum kann beispielsweise dem Fußgängerverkehr zurückgegeben werden. Seit diesem Beschluss aus dem Jahr 1995 werden in München daher sanierungsbedürftige Radwege im Bereich von Tempo-30-Zonen (Zeichen 274.1 bzw. 274.2 StVO) grundsätzlich nicht saniert sondern zurückgebaut.

Doch bald zeigte sich die negative Leistung von Peter Malter wieder: Die Stadt kündigte die Sanierung der Kastelburger Straße an. Dies wurde von der CSU, Peter Malter und Anne Hirschmann abgelehnt, weil keine Radwege vorgesehen wurden und dies obwohl fest stand, dass dies die Stadt auf Grund des Beschlusses von Juli 1995 die Straße dann nicht saniert. Dr. Assal hatte im Stadtrat alle Hände voll zu tun, um diesen Fehler gerade nochmals zu korrigieren.

2012 wurde Sebastian Kratzer zum neuen Vorsitzenden gewählt um Dr. Assal zu entlasten. Wir wünschten uns, dass es ihm gelingt den Ortsverein wieder zu einem kämpferischen Block zusammen zu fügen, der Deutschlands älteste Partei in eine erfolgreiche Zukunft führt.

Sehr viele Störmaneuver durch Peter Malter führten dazu, dass die BA22-Fraktion einen SPD-Rechtsanwalt beauftragte Peter Malter aus der Fraktion auszuschließen. Dies wurde dann beschlossen für die Dauer von 8 Monaten. Leider wurde dieser Beschluss vom Ortsvereinsvorsitzenden Sebastian Kratzer und dessen Stellvertreter nicht mitgetragen, sie waren aber nicht abstimmungsberechtigt.

Als neuer Herausgeber hat Peter Malter die Aubinger-Neuaubinger Zeitung (ANZ) dazu benutzt, die ohnehin schon seit 2008 vorhandenen Angriffe auf die SPD, Ude und Josef Assal mit Fehlberichterstattungen und Kommentaren zu verstärken. Im März 2013 druckt die ANZ einen Leserbrief mit sehr übler Nachrede ab. Der angebliche Absender existiert lauf KVR nicht, so dass die Strafanzeige nicht zugestellt werden konnte. Damit gerät die ANZ und dessen Geschäftsführer Herr Peter Malter ins Visier der behördlichen Ermittlungen. Es gab auch immer wieder Leserbriefe, die dazu dienten die SPD, den Oberbürgermeister Ude und Josef Assal als örtlichen Repräsentanten in den Schmutz zu treten.

Als der Wahlkampf zum September 2013 Wahltag für den Landtag und Bundestag näher rückte bat Sebastian Kratzer den Ortsvereins-Vorstand unsere Internet-Seiten zu modernisieren und abzuändern. Dies wurde genehmigt. Einige Zeit später gab es überraschend keine SPD-Aubing-WEB-Seite mehr. Man sah eine Möbelfirma aus dem Schwarzwald und später den Hinweis, dass die Seite im Aufbau sei. Noch später sah man gar nichts mehr und dies in der Wahlkampfzeit! Reinhard Bernsdorf ging der Angelegenheit nach und fand heraus, dass die Seite durch die Junge Union des Münchner Westens verwaltet wurde. Sebastian Kratzer stellte das Problem so dar, dass er irrtümlich die WEB-Seite gekündigt habe und so die CSU zu unserer Seite kam. Der Ortsvereinsvorstand beauftragte nach den Wahlen von Landtag und Bundestag Sebastian Kratzer die Seite für 300 € von der CSU zurückzukaufen. Leider reichte die Zeit nicht mehr um für den Kommunalwahlkampf zum März 2014 ausreichend die WEB-Seiten mit Inhalt zu füllen. Dies war eine schwere Schädigung der örtlichen SPD.
Es gab erheblichen Streit im BA22 wegen dem Kauf der ehemaligen, denkmalgeschützten Schlafwagengesellschaft (DSG) in der Brunhamstraße 19 durch Herrn Nöth. Dazu muss man wissen, dass diese Fläche bodenrechtlich als Industriegebiet und zur Brunhamstraße als Gewebegebiet ausgewiesen ist; also die Arbeiten dort sehr laut sein dürfen. Eine Eigentümerin aus der Leisaustraße forderte Sebastian Kratzer als Ortsvereinsvorsitzender schriftlich auf sich gegen Dr. Josef Assal zu positionieren und sich auch noch bei der Stadtspitze zu beschwerden. Dem Brief konnte man entnehmen, dass er Ausdrücke formulierte, die klar im Sprachgebrauch der CSU sind. Reinhard Bernsdorf hat unsere Bürgermeisterin Christine Strobel entsprechend informiert. Es wird seitens des BA22 eine Einwohnerversammlung in einem Gebäude der DSG abgehalten. Dort werden viele falsche Vorwürfe gegen Dr. Josef Assal erhoben.

Sebastian Kratzer sah sich nicht in der Lage einen bisher jährlich stattfindenden Christkindlmarkt am Gößweinsteinplatz zu organisieren und durchzuführen. Somit gibt es seit Dezember 2013 keinen SPD-Christkindlmarkt mehr.

Nicht nachvollziehbar ist die Aufstellung der SPD-Kandidatenliste durch den Vorschlag von Sebastian Kratzer, denn Dr. Josef Assal und Monika Assal als auch Reinhard Bernsdorf als Fraktionssprecher (mit den meisten BA22-Anträgen) wurden erst weiter hinten auf die Liste gesetzt. Die Bürger haben aber Dr. Josef Assal als auch Monika Assal auf die Spitzenplätze gehäufelt. Dr. Assal kam auch im Stadtrat auf die vorderen Plätze.

2014: Neue Verhältnisse im BA 22

Trotz eines beherzten Wahlkampfes konnte die Aubinger-Lochhauser SPD ihre Mehrheit im Bezirksausschuss nicht behaupten.

Die neue, sechsköpfige SPD-BA22-Fraktion setzt sich aber weiterhin für den sozialen Zusammenhalt in Aubing, Lochhausen und Langwied ein. Die Grünen errangen 4 Sitze, so dass die CSU (10 Stimmen) mit der FDP (1 Stimme) eine denkbar knappe Mehrheit erreichte. Dies führte dazu, dass die Unterausschüsse über alle Fraktionen gut verteilt und Brigitta Bacak als Sprecherin des Unterausschusses Soziales gewählt wurde. Dies ist eine sehr große umfangreiche Arbeit, die sehr viel Freizeit kostet. Die SPD ist Brigitta Bacak sehr dankbar für ihren großen und erfolgreichen Einsatz. Thomas Hampel wurde als Fraktionssprecher gewählt und Marianne Langer als Stellvertreterin. Reinhard Bernsdorf konnte als Fraktionssprecher nicht gewählt werden, da er erst mit dem Ausscheiden von Monika Assal einen Monat später wieder im BA22 sein konnte.

Nach der verlorenen Wahl wurde vom Ortsvereinsvorstand auf Anregung von Sebastian Kratzer beschlossen alle unsere Plakatständer zu entsorgen, weil diese so schwer sind und die älteren Mitglieder diese nicht mehr aufstellen würden. Das gleiche Schicksal ereilte unsere drei Holzbuden, die immer für den Christkindlmarkt genutzt wurden. Reinhard Bernsdorf wurde von ein paar Mitgliedern unterstützt und diese haben die Materialien entsorgt. Walter Huber unser Kassier hat die Rechnungen bezahlt. Gleichzeitig wurden einige monatliche Lagergebühren eingespart, so dass das von Reinhard Bernsdorf organisierte Materiallager zum Teil aufgegeben werden konnte.

Mit der Neuwahl des OV-Vorstandes wurde Sebastian Kratzer im Amt bestätigt. Neu war die Besetzung des Schriftführers Reinhold Mück. Leider wurde Reinhold Mück über längere Zeit vom stellvertretenden OV-Vorsitzenden und auch vom OV-Vorsitzenden bedrängt dieses Amt aufzugeben. Als er dem Drängen nachgab wurde Edith Matyschik-Malter Schriftführerin.

Gelegentlich gab es Ärger mit dem Abstimmungsverhalten einiger Fraktionsmitglieder in den öffentlichen BA22-Sitzungen. Es viel auf, dass gerade dann mindestens zwei Fraktionsmitglieder mit der CSU stimmten, wenn die CSU mit FDP keine eigene Mehrheit hatten.

Die SPD-WEB-Seite www.SPD-Aubing.de wird von Sebastian Kratzer seit Mitte 2016 nicht mehr aktualisiert.

Seit fast 8 Jahren gibt es keine Ortsvereinsversammlungen mit aktuellen Themen mehr. Nur noch Vorstands- und Delegiertenwahlen. Dadurch lernt man neue Mitglieder nicht mehr kennen, so dass bei der künftigen Aufstellung der Kandidatinnen- und Kandidatenlisten für den BA22 man nicht weiß, wen man bevorzugen sollte.

Mitte 2019 erhält Reinhard Bernsdorf das Recht die SPD-WEB-Seiten zu aktualisieren. Alleine die BA22-Anträge sind mühsam nachzutragen. Bis zur Kommunalwahl können nicht alle Seiten aktualisiert werden.

Kommunalwahlen am 15. März 2020

Sebastian Kratzer informierte Anfang Herbst 2019 die SPD-Fraktion und den OV-Vorstandes über einen möglichen Wegzug ins Umland in Richtung Dachau, da er und Tamara Randlshofer damit rechnen müssen, dass wegen der neuen Eigentumsverhältnisse ihre gemietete Wohnung wegen Eigenbedarf gekündigt werden könnte.
Dies führe dazu, dass in einer folgenden OV-Vorstandssitzung noch drei Mitglieder als stellv. Vorsitzende berufen wurden: Thomas Hampel, Brigitta Bacak und Robert Brenner. Auch wurde Robert Brenner als Sprecher einer örtlichen Wahlkampfleitung ernannt. Ihn zur Unterstützung standen Thomas Hampel, Brigitta Bacak und Reinhard Bernsdorf zur Verfügung. Monate später schloss sich diesem Team überraschend Sebastian Kratzer an.

Sebastian Kratzer hatte Probleme insgesamt 23 Kandidatinnen und Kandidaten für die BA22-Liste aufzustellen. Es ist gelungen eine vollständige Liste den Bürgerinnen und Bürgern vorzulegen. Sebastian Kratzer hat vorgeschlagen Florian Ritter (MdL) in der Mitte der SPD-Liste aufzustellen. Dass Reinhard Bernsdorf als erfolgreichster SPD-BA22-Antragsteller erst auf Platz 7 gesetzt wurde bestimmte Sebastian Kratzer und ist für das Wahlabschneiden der BA22-SPD schlecht. Warum Peter Malter noch erreichen wollte, dass Reinhard Bernsdorf noch weiter hinten auf der Liste kommt, spricht für sich selbst.

Mit der Neuwahl des BA22 hat die SPD-Fraktion ab Mai 2020 nur noch vier Mitglieder: Thomas Hampel, Brigitta Bacak, Florian Ritter und Sebastian Kratzer. Erster Ersatz ist Tamara Kratzer. Sebastian Kratzer hat Florian Ritter empfohlen auf sein Mandat im BA22 zu verzichten ohne Rücksprache mit der Fraktion und des OV-Vorstandes; Florian Ritter verzichtet schriftlich auf dieses Mandat.

Das Problem mit dem Corona-Virus führt zum Ausfall der BA22-Sitzungen im März und April. Sebastian Kriesel, BA22-Vorsitzender etabliert einen Ferienausschuss um für kritische Fälle handlungsfähig zu sein. Die Pandemie könnte den Start im Mai 2020 des neu gewählten BA22 in Frage stellen.

Dieter Reiter gewinnt die Stichwahl mit 71,7 % und bleibt unser Oberbürgermeister